Ja zur Ausbildung! Warum wir Makler unsere Berufsgruppe schützen wollen…

Im März 2008, also vor über 9 Jahren kam ein junges selbstbewußtes Mädel namens Anika auf unseren ersten Stand auf der Immomeile der Lübecker Nachrichten mit dem festen Entschluß in der Immobilienbranche eine Ausbildung zu machen. Sie erzälte uns, dass Sie im Juni ihr Abitur fertig habe und danach gerne Immobilienkauffrau werden möchte. Wir hatten seinerzeit noch keine Erfahrungen in Sachen Ausbildung von Nachwuchskräften aber nach kurzer Überlegung wurde uns schnell klar, dass die Ausbildung von qualifizierten Nachwuchskräften eine große Chance für unser Unternehmen bedeuten könnte.
Damals wie heute ist der Beruf des Immobilienmaklers keine geschützte Berufsbezeichung, denn jeder kann sich bei seiner Gemeinde einen Maklerschein nach §34c kaufen und sich fortan Immobilienmakler nennen. Dass es nach wie vor derartig lasche Zugangsvoraussetzungen gibt und sich quasi jeder Zugang zum Maklergeschäft kaufen kann, hat nicht wirklich zum Vertrauen in die Qualifikation unserer Berufsgruppe beigetragen. Daher muss die Branche selber etwas unternehmen.

Der Immobilienverband Deutschland ivd, dem ca. 6000 der über 40.000 in Deutschland aktiven Maklerunternehmen angehören, fordert deswegen seit vielen Jahrzehnten einen Fach- und Sachkundenachweis für Makler einzuführen. Das hat die Politik aber bisher leider immer abgeleht. Um dem ivd angehören zu können, müssen Makler, Sachverständige und Verwalter von Immobilien vor der Aufnahme in den Verband eine Sachkunde – Prüfung ablegen. Das sorgt für eine Mindest-Qualität der angebotenen Dienstelstungen.

Zurück zu Anika. Sie hat ihre Ausbildung zur Immobilienkauffrau mit Auszeichung abgeschlossen und inzwischen haben wir jedes Jahr einen neuen bzw. eine neue Auszubildende eingestellt und zur Immobilienkauffrau bzw. Immobilienkaufmann ausgebildet und jede/n nach seiner Ausbildung in die Festanstellung übernommen. Aktuell haben wir eine junge Frau im 3. Lehrjahr und einen jungen Mann im 2. Lehrjahr. Im August kommt dann Antonia, die gerade mit ihrem Abitur fertig ist und beginnt dann ihre Ausbildung bei uns.

Junge und gut ausgebildete Mitarbeiter wachsen nicht auf Bäumen. Wir müssen sie selber ausbilden und entwickeln. Unsere Branche braucht Talente, die die Immobilie des Menschen erfolgreich vermarkten können. Hier geht es um die Generierung der Werte, in die Menschen ihr Leben lang investiert haben. Da müssen wir an uns die Maßstäbe höher setzen. Genauso sollte dies die Politik machen. Es soll nicht jeder makeln dürfen, denn es bedarf unserer Meinung nach einer nachgewiesenen Qualifikation an Seriösität und Vertrauen.

2 Comments

  1. Ann

    Wer will heutzutage denn überhaupt jemand noch ausbilden? Maximal darf man 19 sein. Maximal. Und wehe man ist Älter und hat Lebens- und Berufserfahrung. Da bildet man dann lieber gar nicht aus und beschwert sich über die schlechten Bewerber, die wochenlang wegbleiben und kein Ehrgeiz haben.

    • Liebe Ann, danke für Ihren Kommentar. Wir können nur aktuell von einem Kollegen berichten, der mit ca. 40 Jahren in unser Unternehmen gekommen ist und den „Immobilienkaufmann“ nachholt. Wir sind aktuell Händeringend auf der Suche nach guten Auszubildenden und die können auch gerne schon Berufserfahrung im Vertrieb, in der Verwaltung oder in ähnlich gelagerten Bereichen mitbringen. Quereinsteiger können oft auch ein Extra an Übersicht und Vergleichbarkeit an den Tag legen. Bei uns kommt es einzig auf den Menschen an, dieser muss voll und ganz authentisch überzeugen. Wenn er das tut, wird er in unser Firma sehr erfolgreich sein. Liebe Grüße, Dr. Marcel Hofeditz

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